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Lebensberichte (Biographische Interviews)

Schon immer haben die Menschen ihre wichtigsten Familiengeschichten, Legenden und Sagen mündlich tradiert. Wenn Großmutter oder Großvater von früher erzählen, bedeutet das oft mehr als nur Kindheitserlebnisse zu berichten. Die Art und Weise, wie längste vergangene Zeiten wieder vor ihren geistigen Augen auftauchen, verleihen solchen Erzählungen Spannung. Mit Hilfe moderner Technik können diese Erinnerungen nicht nur als Text bewahrt werden, sondern auch in Ton bzw. Film.

Die beste Methode, um Erinnerungen zu wecken und einen flüssigen Erzählstil zu ermöglichen, ist das biographisch-narrative Interview. Dabei wird dem Zeitzeugen mit einer Eingangsfrage die Tür zu seiner Vergangenheit geöffnet, durch die er schreiten kann, um danach selbst zu entscheiden, was er wie und wie lange erzählt. Die freie Erzählung (Narration) wird nicht unterbrochen. Dem Interviewer bleibt die Rolle des aktiven Zuhörers, der mit Gestik und Mimik zum weiteren Fortfahren animiert und auf die Berichte entsprechend reagiert. Gegebenenfalls kann er bei Wortfindungsstörungen helfend zur Seite springen, bleibt sonst aber völlig im Hintergrund und mischt sich nicht in den Verlauf der Erzählung ein. Somit verläuft der Lebensbericht entlang eines roten Fadens, den der Zeitzeuge bestimmt. Wenn er für seine Begriffe zu einem Ende gekommen ist, kann der Interviewer vorsichtig die eine oder andere offene Frage, die sich ihm während des Zuhörens gestellt hat, anbringen, worauf sich wiederum ein Erzählfeld eröffnet. Somit sind Erzählphase und Nachfragephase strikt voneinander getrennt. Auf diese Weise kann ein Interview im ersten Stadium bereits mindestens 2h dauern. Aus diesem Grund sind ca.4h pro Interview anzusetzen. Bei besonders ausgedehnten Interviews ist auch ein Wiederbesuch sinnvoll. Im Nachgang wird der Mitschnitt auf CD gebrannt und die Hülle mit professionellem Layout gestaltet, z.B. mit eingescannten Fotos. Auf Wunsch wird der Mitschnitt auch transkribiert, d.h. in Textform notiert oder in Einzelfällen auch sozialwissenschaftlich analysiert. Der Mitschnitt wird absolut vertraulich behandelt.

Unsere Konditionen: Wir nehmen das Interview bevorzugt in den heimischen vier Wänden des Interviewten auf, da er dort in gewohnter Umgebung freier spricht. Zudem sollte kein Zeitdruck und kein Störfeld (Bauarbeiten, Telefonanrufe, weitere Zeugen) bestehen. Die Kosten für die Aufnahme - egal ob Ton- oder Videoaufnahme - belaufen sich auf 50 € / h inklusive Datenträger und Hüllenlayout. Für die Transkription sind 50 € pro A4-Seite des Transkripts zu veranschlagen (als Hochrechnung: 10min Rede bedeuten ca. eine A4-Seite). Für die Anreise außerhalb Dresdens erheben wir eine Entfernungspauschale (angrenzende Landkreise: 20,00 €, darüber je 100 km 50,00 €).